Thema 3
Wenn unser Gehirn kotzen könnte....
.... dann hätten wir schon längst das Paradies auf Erden!

Jeder hat bestimmt schon einmal, oder sogar öfters, die Erfahrung gemacht, dass, wenn wir etwas Unbekömmliches gegessen haben, unser Magen dagegen heftigst protestiert: entweder mit Bauchschmerzen und Durchfall oder aber mit Erbrechen!

Diese lebenserhaltende Schutzvorrichtung unseres Magens wird auch noch im Vorfeld durch unsere Sinnesorgane (Augen, Nase, usw.) kräftig unterstützt. Dadurch vermeidet die Natur, dass wir für unseren Körper schädliche oder gar giftige Stoffe zu uns nehmen. Arterhaltung ist nämlich nur dann möglich, wenn der jeweilige Körper sich nicht selbst vergiftet, sich sozusagen nicht zu Tode frisst, sondern sich brav und kontinuierlich vermehrt - übrigens ist dies die einzige Aufgabe aller Lebewesen ! Darüber wird später noch einiges zu sagen sein, damit der halbgare Mensch von heute (der enthaarte Affe) sich endlich über seine völlige Bedeutungslosigkeit, aus der Sicht der Natur, klar wird und aufhört, sich als Nabel des Universums (Krone der Schöpfung) zu sehen und sich dadurch höchst lächerlich zu machen!

Diese raffinierte Fähigkeit unseres Magens fehlt leider unserem Gehirn gänzlich! Man stelle sich einmal vor, das menschliche Gehirn könnte schon im Augenblick des Denkens schrottige Gedanken einfach ausspucken oder gar nicht erst zulassen! Wie viel Leid und Blödsinn wären der Menschheit mit so einem Denkapparat erspart geblieben? Wir hätten schon von Anfang an das Paradies auf Erden - trotz des Apfelgenusses! Keine schwachsinnige Idee hätte mehr die Chance, uns mental zu vergiften: Jahrtausendelang haben die Menschen geglaubt, die Erde sei flach wie eine Scheibe und Mittelpunkt des Universums; bis heute glauben viel zu viele Menschen immer noch an Geister, Götter und Dämonen; es wird sogar über ein Leben nach dem Tod spekuliert - die armen ägyptischen Pyramidenbauer haben all die schweren Steine umsonst geschleppt! Beispiele für die real existierenden Spinnereien unseres gleichgültigen Gehirns können leider beliebig fortgesetzt werden. Wesentlich interessanter und vor allem fruchtbarer ist es aber, die Hintergründe dieses merkwürdigen Verhaltens und besonders seine immense Beharrlichkeit über Jahrtausende hinweg zu durchleuchten.

Beginnen wir mit dem ganzen Menschen selbst.

Es hat sich mittlerweile herum gesprochen, dass wir Menschen mit den Affen (insbesondere mit Schimpansen und Bonobos) sehr eng verwandt sind. Rund 99% unserer Gene (Bestandteile des Bauplans unseres gesamten Körpers) sind einander identisch ! Unsere genetischen Verwandtschaften mit den Milchkühen auf der Weide (80 %) oder mit den Stubenfliegen (60%) sind auch nicht zu verachten! Aus der Sicht der Evolution scheint das Leben zwar selten, aber nichts Spektakuläres zu sein. Wenn die Umweltbedingungen stimmen, wie z.B. zur Zeit auf unserem noch blauen Planeten, scheint die Natur sehr kreativ zu sein: Aus insgesamt (92) natürlich vorkommenden Bausteinen (sog. reinen Elementen mit dem ersten Element Wasserstoff und dem 92. genannt Uran) bringt die Natur alle uns auf dieser Erde bekannten und noch unbekannten Lebewesen hervor - Mikroben, Pflanzen, Pilze und Tiere, darunter auch uns Menschen! Dass der Mensch dabei selbst gar nichts Besonderes darstellt, wird jedem (?) deutlich, wenn man sich seine einzelnen Bausteine anschaut. In jedem entsprechenden medizinischen Fachbuch ist folgendes zu lesen: Der Mensch besteht aus - s. hier unsere Tabelle 1.

Wie man der Tabelle 1 leicht entnehmen kann, macht der menschliche Körper den Eindruck eines ziemlich gut sortierten Werkstofflagers! Bei einer weiteren Betrachtung fällt außerdem auf, dass die Natur den Menschen mit lediglich 47 aus insgesamt 92 Elementarstoffen aufbaut - also 1 Stoff mehr als die Hälfte genügt, um daraus einen ganzen Menschen "herzuzaubern"! Wenn man sich dazu klar macht, dass sämtliche Bestandteile aus lebloser Materie bestehen, ist man wirklich fasziniert vom enormen Potential dieser Natur! Man erkennt, die Natur ist nicht nur höchst kreativ, sondern auch sehr sparsam: Schauen Sie sich bitte die ersten 6 "Hauptelemente" an, woraus wir bestehen (O, C, H, N, Ca und P) - es sind Billigstmaterialien. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wieviel diese Stoffe pro Kilogramm kosten mögen! 65 kg Sauerstoff, 18 kg Kohlenstoff, 10 kg Wasserstoff, 3 kg Stickstoff, danach eine Prise Kalzium und etwas weniger Phosphor - damit hat man schon 98,5 kg eines 100 kg Mannes beisammen (z.B. mich!); es fehlt nur noch eine Messerspitze feiner "Gewürze" wie eine Currymischung der Extraklasse aus 41 verschiedenen "Aromastoffen", dann haben Sie Ihren Menschen fertig! Hierbei heißt der Koch DIE NATUR und nicht der Herr Gott - nochmal!

Vor gut 150 Jahren hat ja schon Charles DARWIN festgestellt, dass alle Lebewesen auf diesem Planeten einen gemeinsamen Ursprung haben! Ist das nicht wunderschön und beruhigend, dass wir alle miteinander irgendwie verwandt sind? Aus dieser Sicht gibt es also keinen Grund, irgendein anderes Lebewesen als unseren Feind anzusehen! Hierzu passt auch sehr gut ein Zitat von dem großartigen Menschenkenner Alfred ADLER: "...im Leben viel mehr durch DAS GEMEINSCHAFTSGEFÜHL wächst und gedeiht als durch den Kampf, den die Menschen gegeneinander führen." Alfred ADLER wird uns immer wieder begleiten....

Diese wunderschöne und kostbare Gemeinschaft zwischen all den Lebewesen auf unserem Planeten kann sogar auf das ganze Universum ausgedehnt werden: Inzwischen wissen wir, dass die Elementarbaustoffe, außer Wasserstoff, alle durch den Prozess der Kernverschmelzung (sog. Kernfusion) in den Sonnen des Weltalls entstehen. D.h., auch in unserer Sonne werden ständig zwei Wasserstoffatome unter enormem Druck und Temperatur zum nächsten Element Helium (Nr. 2 im Periodensystem, s.u.) zusammengepresst. Dabei entsteht nicht nur das neue Element Helium, sondern auch die lebenspendende Strahlung der Sonne, die wir als Licht und Wärme wahrnehmen. Alle weiteren Elemente des Periodensystems (Nr. 3 bis einschl. 92) entstehen ähnlicherweise in den verschiedensten Sonnen des Universums. Je höher die Nummer des Elements ist (z.B. Gold=79), desto größer (massereicher) muss die jeweilige Sonne sein, um es überhaupt "herzustellen". Unsere Sonne wäre für die Goldherstellung leider viel zu klein! Unter bestimmten Bedingungen schafft sie gerade noch Eisen = 26 - für Gold müsste sie, laut Astrophysik, mindestens neun Mal größer sein! Nun ja, die Sonnen existieren auch nicht ewig. Eines Tages haben sie keinen Wasserstoff mehr zum Pressen übrig und explodieren auseinander. Dabei zerstreuen sie alle Elemente, die sie bis dahin produziert haben, in den Weltraum. Aus diesen Explosionswolken (Elemente 2 bis 92) plus dem "ewig vorhandenen" Wasserstoff (Element Nr. 1) entstehen dann neue "Erden" und eventl. auch neue "Menschen"! Das bedeutet für unsere Existenz, dass ALLES, ob lebendiger oder lebloser Gestalt, aus diesen Explosionswolken (auch "Sternenstaub" genannt) besteht! Wenn das nicht im wahrsten Sinne des Wortes ein universelles Gemeinschaftsgefühl - sogar mit den Aliens - erzeugt, dann ist uns wirklich nicht mehr zu helfen!

Wegen des besseren Verständnisses dieser kosmischen Gemeinschaft schauen wir uns auch noch die Tabelle 2 an, in der alle natürlich vorkommenden Elemente der Reihe nach (beginnend mit dem leichtesten Element, Wasserstoff, bis hin zum schwersten, Uran) aufgelistet sind.

Die Reihenfolge von 1 bis 92 ergibt sich schlicht und einfach aus dem Atomaufbau der Elemente. Der Begriff Atom stammt aus dem griechischen Wort "atomos", was soviel wie "unteilbar" bedeutet. Es ist zwar nicht ganz korrekt, was wir heute darunter verstehen, aber es hat sich nun einmal in der Fachwelt so etabliert. Wir sind wohl in der Lage, auch Atome in noch kleinere Unterteile zu zerlegen, s. z.B. die Atombombe, wo der Kern des Uranatoms gespalten wird.

Erst Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde eine bessere Vorstellung des Atoms möglich: ein massiger, elektrisch positiv geladener Atomkern und um ihn schwirrende, elektrisch negativ geladene, wesentlich kleinere und leichtere Teilchen. Ähnlich aufgebaut wie unser Sonnensystem: in der Mitte die schwere Sonne und um sie herum die Planeten, die die Sonne umkreisen.

Nun dürfte sich jeder (?) noch aus der Schulzeit daran erinnern, dass die elektrisch positiv geladenen Teilchen im Atomkern PROTONEN und die sich um den Kern drehenden elektrisch negativen Teilchen ELEKTRONEN genannt werden. Der Begriff Proton stammt ebenfalls aus dem griechischen "protoi" und bedeutet "das Erste" bzw. "die Ersten". Proton war nämlich das erste Elementarteilchen, das entdeckt wurde! "Prototyp" ist eine weitere Wortbildung aus dem gleichen griechischen Ursprung.

Es hat sich herausgestellt, dass das "einfachste" Element der Wasserstoff ist: ein Atomkern bestehend aus einem Proton und ein Elektron auf der Umlaufbahn. Die elektrischen Ladungen (+ und -) heben sich auf und verhalten sich dadurch nach außen hin elektrisch neutral. Deshalb bekommen wir keinen elektrischen Schlag, wenn wir ein Element anfassen. Und weil sich aber (+) und (-) Ladungen gegenseitig anziehen, muss das Elektron sich ziemlich flott um das Proton drehen, damit sie nicht zusammenfallen - so wie die Erde und die anderen Planeten unseres Sonnensystems, damit sie nicht in die Sonne stürzen. Ob dabei die Anziehung wegen elektrischer Ladung zustande kommt oder durch die sog. Gravitation (gegenseitige Anziehung der sonst elektrisch neutralen Massen), spielt hier für unsere Betrachtung keine Rolle.

Weiterhin hat man festgestellt, dass sich Elemente untereinander durch die Anzahl ihrer im Kern befindlichen Protonen unterscheiden. D.h., Element 2, Helium genannt, besitzt 2 Protonen und 2 Elektronen für den elektrischen Ausgleich. Nun aber taucht hier ein neues Problem auf: im Heliumkern zwei (+) geladene Teilchen! Sie müssen sich ja abstoßen - s. Schulzeit! Damit eben diese Abstoßung nicht stattfindet, stehen sog. NEUTRONEN zur Verfügung (so genannt, weil sie neutral sind, also keine elektrische Ladung besitzen, sondern nur genau so viel Masse haben wie die Protonen). Das bedeutet, zwei Neutronen sind erforderlich, um zwei benachbarte Protonen stabil im Atomkern zusammenzuhalten. Nun ist unser Helium-Atom vollständig: 2 Protonen und 2 Neutronen im Atomkern, 2 Elektronen im Orbit. Damit man sich die Größenverhältnisse in einem Atom besser vorstellen kann, noch ein Hinweis auf die Masse eines Elektrons: man braucht etwa 1840 Elektronen, um die Masse eines Protons oder Neutrons zu erreichen!

Wie bereits oben erwähnt, konnten alle in der Natur vorkommenden Elemente durch die Anzahl ihrer Protonen voneinander unterschieden und dadurch auch klassifiziert werden. Daraus ist das altbekannte (?) "Periodensystem der chemischen Elemente" entwickelt worden - hallo Schulzeit.... "Periodisch" deshalb, weil sich bestimmte Eigenschaften der Elemente in Abhängigkeit der Anzahl ihrer Protone periodisch wiederholen - s. im Periodensystem die sog. Hauptgruppen.

Wegen der Übersichtlichkeit für unsere Zwecke sind in der Tabelle 2 alle in der Natur natürlich vorkommenden Elemente nur nach der Anzahl der Protonen aufgelistet. Die Zahlen der Reihenfolge entsprechen den sog. "Ordnungszahlen" im Periodensystem.

Man hat im gesamten, uns bisher bekannten Universum nur diese 92 Elemente feststellen können. Der Grund mag darin liegen, dass 92 Protone sehr schwer im engsten Raum (im Urankern) stabil beisammen zu halten sind - trotz der sich um Stabilität bemühenden 146 (!) Neutronen. Das Element zerfällt quasi von alleine - sog. Radioaktivität! Dies ist auch der Grund, warum die "Wahnsinnserrungenschaft" der Menschheit, die Atombombe, durch die Urankernspaltung realisiert werden konnte.

Also, die Natur hört mit dem Uran auf, neue Elemente herzustellen, da die Stabilität des neuen Stoffes nicht mehr gewährleistet ist. Der Mensch hat, meines Wissens, bereits das 117. Element künstlich hergestellt - wie z.B. Plutonium = 94, hochgradig "giftig", d.h. extrem stark radioaktiv - "strahlende Zeiten" stehen uns "Affen" noch bevor....

Kehren wir aber kurz zurück zur Tabelle (1): Hier sind nur die reinen Elemente, die im menschlichen Körper vorkommen, aufgelistet. Dies bedeutet nicht, dass die Elemente lose für sich allein unseren Körper aufbauen, sondern dass sie untereinander chemische Verbindungen eingehen und uns erst dann gestalten. Wenn sich zwei oder mehrere Atome (reine Elemente) zu einem neuen Stoff verbinden, dann spricht man von einem Molekül (aus dem lateinischen Wort "mole" für wuchtige Masse, Klumpen), z.B. H und O verbinden sich zu H2O-Molekül (zwei Atome H verbinden sich mit einem O-Atom, daraus resultiert das, was wir Wasser nennen!). Ein anderes bekanntes Molekül entsteht, wenn sich Natrium (Na-Atom) und Chlor (Cl-Atom) verbinden: NaCl-Molekül, auch Kochsalz genannt. Moleküle können sich auch untereinander oder mit anderen Atomen zu größeren Molekülen verbinden und somit eine enorme Vielfalt von Baumaterialien ermöglichen. So baut uns auch die Natur aus den verschiedensten Kombinationen von den 47 reinen Elementen der Tabelle 1 auf und braucht dafür, pro Mensch, die angegebenen Mengen!

Auch wenn wir z.Z. nicht wissen, WIE und WO das enorm wichtige Element Wasserstoff entstanden ist, sollte uns diese Wissenslücke nicht gleich in die Irre führen!

Einige Astrophysiker liebäugeln mit der "Theorie" (besser: Annahme!) des "Urknalls" als Ursprung aller Materie, vor allem des Wasserstoffs, und vergessen dabei zu erklären, WAS überhaupt "geknallt" haben soll und WARUM! In ihrer Verzweiflung klammern sie sich an Einstein´s Allgemeine Relativitätstheorie und behaupten, der "Urknall" sei daraus herleitbar. Diese Behauptung stimmt allerdings nicht! Mathematische Gleichungen sind geduldig und können manchmal auch sehr verführerisch sein: durch verschiedene legale "Tricks", so ähnlich wie bei Kurvendiskussionen in der Schule, kann man sehr viele Zusatzinformationen aus ihnen herauskitzeln - ob diese "Nebenresultate" auch der Wahrheit entsprechen, ist eine ganz andere Frage!

Hierbei kann man leicht dem Irrtum verfallen und Dinge sehen, die man unbedingt sehen will, die aber gar nicht real existieren - dann ist man wieder einmal das Opfer des sog. "Gehirnzwangs" geworden, der weiter unten erklärt wird.

Der heutige Mensch muss endlich akzeptieren, dass er doch nicht alles schlüssig erklären kann - na und?! Der "ewige" Größenwahn des Menschen wird uns noch lange beschäftigen, bis wir ihn hoffentlich zu etwas mehr Bescheidenheit und vor allem Besonnenheit bewegen. Eine Hand voll primitivster technischer Schnickschnacks (Autos, Flugzeuge, Raketen, Industrieanlagen u.s.w., u.s.w.), die sowohl bei der Herstellung als auch bei der Benutzung Menschen und Umwelt ständig höchst unverantwortlich belasten (Stichworte: Burnout, Klimaerwärmung), und die weltweit bloß gespielten Pseudo-Demokratien verblenden das Möchtegern "Gottes Ebenbild" anscheinend total! Als "Ebers Ebenbild" wäre er wahrscheinlich viel sympathischer, auf jeden Fall leckerer - und vielleicht auch wesentlich gescheiter? So wie er sich bis heute benimmt, wird er sich nicht weiterentwickeln können; er tritt seit Jahrtausenden auf der Stelle und merkt es nicht einmal - die vergangenen Epochen sind unsere Zeitzeugen.

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