Thema 2:
Wegen der Dringlichkeit der Sache, vorgezogene Themen
2.1 Über die aktuelle Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko
Schon wieder hat die allgegenwärtige, unermessliche menschliche Gier nach Profit zugeschlagen: Seit mehreren Wochen (Monaten?) strömt Rohöl ins Meer und verseucht die Natur! Über die genauen Mengen wird in den Medien nur wild spekuliert – Hauptsache Aufmerksamkeit erwecken und die Verkaufszahlen künstlich in die Höhe treiben! Der Mensch muss noch sehr viel lernen – dazu später mehr . . . .

Über die Betreiberfirma der explodierten Bohrplattform (BP) wird weltweit hergefallen und wüst geschimpft, als ob sie die alleinige Schuldige wäre!?

Wenn die ganze Menschheit kein Öl für ihre diversen und perversen Bedürfnisse benutzte, dann wäre weder (BP) noch irgendein anderer daran interessiert, auch nur einen Tropfen davon zu fördern! D.h., Verbraucher und Förderer sind gleichermaßen Schuld an solchen und ähnlichen Unglücken. Es ist nur zu billig und selbstberuhigend, einen bestimmten Sündenbock zu finden, um danach die eigenen Hände in Unschuld zu waschen! Zumal war es den Medienberichten zu entnehmen, dass bei der Bohrlizenzerteilung und Kontrolle der technischen Umsetzung staatliche Seiten kläglich versagt hätten - wahrscheinlich waren wieder mal Schmiergelder im Spiel? Jetzt haben wir alle den Salat, da die Natur uns allen gehört und uns alle angeht!

Statt unreifer und einseitiger Schuldzuweisung sollte folgendes ausprobiert werden: Noch ziemlich am Anfang dieser Ölkatastrophe habe ich zufällig einen Fernsehbericht über riesige Bauvorhaben in Fernost gesehen. Die Bauingenieure bräuchten dort für irgendwelche Entwässerungsmaßnahmen, wenn ich mich noch richtig erinnere, gigantische Wasserpumpen – mit einer Saugleistung vom Inhalt eines olympischen Schwimmbeckens pro Minute und pro Pumpe! Davon hätten sie vor Ort drei baugleiche Pumpen im Einsatz! Damit könnte man, dachte ich, den gesamten Golf von Mexiko leer saugen!?!

Liebe Leute von British Petrol! Worauf wartet ihr noch? Leihen Sie sich diese Pumpen aus und saugen Sie das ganze Öl-Wasser-Gemisch in riesige Tanks auf. Danach kann man die Brühe in aller Ruhe wieder in ihre Bestandteile trennen – habt ihr keine Verfahrensingenieure unter euch? . . . . Ich kann leider nicht sagen, wo genau diese Spezialpumpen stehen – den Fernsehbericht hatte ich zufällig gegen Ende der Sendung erwischt, aber die oben genannte Anwendungsmöglichkeit kam mir durchaus realistisch vor. Ich vermute, wenn Ihr die entsprechenden Botschaften oder Industrie- und Handelskammern der Region (es könnten Singapur oder Kuala Lumpur gewesen sein) abfragt, wo solche riesigen Pumpen aktuell eingesetzt werden, dann werdet Ihr schnell fündig. Vielleicht können Euch staatliche Stellen (Achtung – bürokratische Verzögerung möglich!) auf diplomatischem Weg behilflich sein?! Warum die Pumpenbetreiber nicht selbst auf diese simple Idee gekommen sind, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel!

Die hilflosen Versuche, mit Schwimmschläuchen die Ausbreitung des Öls auf dem offenen Meer zu stoppen, ist mehr als dilettantisch: eine leichte Brise und alles schwappt darüber! Oder noch schwachsinniger ist der Versuch, mit Flugzeugen Chemikalien zur Zersetzung des Öls zu sprühen!?! Mensch, Leute habt Ihr denn noch alle Ölfässer im Schrank?! Man kann doch nicht eine Scheiße mit einer weiteren beseitigen: am Ende hat man dann zwei, statt eine! . . . . Das Abfackeln des Öls mit riesigen Rauchwolken im Schlepptau kann ebenfalls nur als eine hirnlose Panikreaktion bezeichnet werden.

Was wir alle aus dieser Katastrophe endlich lernen sollten, sind die folgenden einfachen Tatsachen: (1) Der Mensch muss seine ungezügelte Gier und seinen Egoismus überwinden. Vielleicht hilft dazu unser Poster (Abb. 1) zur Erinnerung. Blankes Profitdenken ist schon lange „out“ – nur, es hat sich anscheinend noch nicht herumgesprochen . . . . (2) Die Ingenieursleistungen der Menschheit stecken noch in den Kinderschuhen! Wir bauen Maschinchens und fliegen zum Mond, aber stets auf Kosten der Natur – Stichworte: Luftverpestung und Nicht-Wiederverwertbarkeit! Die Mutter Natur macht uns seit Jahrmilliarden vor, wie das geht: Die 100%-ige Wiederverwendung der Ressourcen nach dem „Ableben“ der einst aufgebauten Dinge – oder hat jemals ein Archäologe die Überreste einer Naturmüllhalde irgendwo ausgegraben?!

Unsere heutigen Energiegewinnungsmethoden sind genauso „fossiliert“ wie die Rohstoffe, die wir dafür benutzen! Wir wissen nicht einmal wie, geschweige denn wo, wir die Abfälle der Atomindustrie unschädlich „lagern“ können, aber betreiben fröhlich Atomreaktoren zur sauberen (?!?) Stromerzeugung! Genauso haben wir diverse Verbrennungsmotoren konstruiert und pusten seit über hundert Jahren für das Klima schädliche Abgase in die Luft und fahren und fliegen munter weiter! So geht es aber nicht – Mensch, s. z. Z. Golf von Mexiko, schmelzende Gletscher und Eiskappen, Ozonlöcher, radioaktive Verseuchung, Luftverschmutzung, usw. , usw.

Da, wie eingangs erwähnt, wir alle an dieser (Öl)katastrophe ursächlich beteiligt sind, muss ab sofort folgender Schritt in die Tat umgesetzt werden, damit in der Zukunft (zumindest solange Öl im Boden liegt) so ein Unfall wenigstens die Umwelt nicht zerstört: Alle Staaten der Welt (ob mit oder ohne Ölvorkommen!) und alle Ölförderfirmen unterhalten gemeinsam eine Art „Öl-Saug-Wehr“ so ähnlich wie die Feuerwehr, aber natürlich hier ausgerüstet mit gigantischen Saugpumpen und entsprechend großen schwimmenden Tanks – über die ganzen Weltmeere verteilt an strategisch wichtigen Punkten, vor allem, wo viel Öl im Spiel ist! Ölförderstellen und jeder Abschnitt der Öltransportstrecken müssen binnen kürzester Zeit erreichbar sein! Sobald ein unplanmäßiger Ölaustritt festgestellt wird, muss eine genügende Anzahl „Sauger“ dorthin geschickt werden.

Sämtliche Kosten, inkl. der nachträglichen Trennung der aufgesaugten Brühe, tragen alle gemeinsam, s.o.

Diese Welt gehört uns allen – Tieren und Pflanzen! Wir Menschen müssen erst einmal uns zu benehmen lernen! Eine „Ersatz“welt gibt es nicht! Wir gehen mit dieser Welt schlimmer um als die schlimmsten Terroristen – blind vor Geld- und Machtgier, rücksichtslos zerstörerisch! Die naive Idee, Mars zu besiedeln, klingt wie eine Drohung – nach dem Motto: unseren Planeten haben wir schon reichlich verschandelt, jetzt ist der nächste dran! Die Steuergelder für die „Marsmission“ müssen erst hier auf dieser Welt für den Aufbau der ersten und wahrhaftigen Zivilisation verwendet werden! Wie dieses Vorhaben uns Barbaren endlich gelingen kann, wird zu einem späteren Zeitpunkt erläutert! Jetzt geht es darum, den Golf von Mexiko zu retten. Sonst verseuchen wir unser ganzes Sonnensystem und glauben auch noch daran, als „Gottesebenbilder“ gehandelt zu haben – was für ein Trugschluss, welch eine „Gottes“lästerung, was für eine Schande, welche armselige Erbärmlichkeit!